

Das ist halt der Nachteil der Unschuldsvermutung. Selbst wenn alle wissen, was Sache ist, kannst Du das nicht als Basis für eine Verurteilung nehmen. Ohne Beweise für die Agententätigkeit bleibt nur die Sachbeschädigung.


Das ist halt der Nachteil der Unschuldsvermutung. Selbst wenn alle wissen, was Sache ist, kannst Du das nicht als Basis für eine Verurteilung nehmen. Ohne Beweise für die Agententätigkeit bleibt nur die Sachbeschädigung.


Ja, Du hast schon recht. Ist wie mit Tierprodukten. Auch Nicht-Veganer tun was Gutes, wenn sie weniger Fleisch essen.
Aber ausgerechnet Anthropic… So ziemlich alle Gründe, aus denen man Techkonzerne meiden sollte, sind bei denen maximiert. Anthropic zu unterstützen, um von Duolingo loszukommen, ist ungefähr so als würde ich mit meinem Privatjet kreuz und quer um die Welt fliegen, um Experten zu fragen, wie ich meine CO2-Emissionen minimieren kann. Gibt es keine freien LLMs, die Code schreiben können?


Du hast Dir Claude Code geholt, um von den Technkonzernen wegzukommen? Soll das ein Witz sein?


Gewaltdrohungen machen vermutlich mehr Eindruck als fundierte Kritik. Sie sind außerdem sehr viel schneller verfasst und dadurch tendenziell zahlreicher. Wenn wir jetzt noch annehmen, dass Linke weniger Gewaltphantasien haben, wäre das eine Erklärung, warum die Medien so vorsichtig in ihrer Kritik an rechtsradikalen Entwicklungen sind.
Schickt mehr Morddrohungen an die Journalisten, Leute! /s


Nein, Du bezahlst beim Kauf die Fahrzeit nach Fahrplan, nicht erst wenn Du angekommen bist.


„Eigentlich ist alles in Ordnung, aber weil das Volktm glaubt ein Problem wahrzunehmen, müssen wir irgendwas tun.“
Hä? Du hast ihn doch selber zitiert. Er teilt die Einschätzung der Bevölkerung, dass nicht alles in Ordnung ist. Dein ausgedachtes Zitat widerspricht dem tatsächlichen Zitat.
Jetzt kannst Du ihm natürlich vorwerfen, dass er gelogen hat und die Entschätzung gar nicht teilt. Das halte ich für durchaus möglich, ist aber eine völlig aus der Luft gegriffene Unterstellung ohne irgendeine Grundlage.


Ja, wie gesagt, wenn sich Bauen lohnen muss kann man nicht gleichzeitig billige Mieten haben. Wenn der Profit aus Wohnraum mit dem Profit aus Öl, KI, Weltraum, usw. verglichen wird, dann muss entweder der Quadratmeterpreis steigen oder es wird eben nicht in Wohnraum investiert, weil Öl, KI, Weltraum, usw. höhere Renditen abwerfen.
Man kann natürlich alle möglichen Anreize für private Investoren setzen, damit die Renditechance steigen. Aber das kostet dann halt entweder Geld oder man muss Qualitätseinbußen hinnehmen. Oder man fördert gemeinwohlorientiertes Bauen, dann kann man die Rendite selbstbestimmt auf sozialverträgliche Werte setzen und 100 % davon in Neubau investieren.


Das liegt aber an der Umsetzung des Mietendeckels. Man könnte zum Beispiel sagen, dass der Mietendeckel auch bei Neubauten gilt, oder dass bei einem Umzug innerhalb der Stadt die Miete nur um wenige Prozent pro Quadratmeter steigen darf.
Aber letztendlich wird es keine Lösung geben, solange Vermietung widersprüchliche Ziele hat: Einerseits will man billigen Wohnraum, andererseits will man, dass Vermieter ordentlich Profit machen können. Das wird man nie wirklich unter einen Hut kriegen können.


Der Mietendeckel hat auch gar nicht den Anspruch, etwas gegen den Wohnungsmangel zu tun. Ich versteh gar nicht, warum das immer als Argument gebracht wird. Das sind zwei ganz unterschiedliche Probleme.
Die hohen Bestandsmieten werden durch Neubau nicht niedriger. Da müsste man schon Millionen Wohnungen bauen und sich einen erheblichen Leerstand leisten, damit der Markt das regelt. Solange sich jemand findet, der sich 20 Euro pro Quadratmeter gerade so eben leisten kann, gibt es keinen Grund, günstigere Wohnungen anzubieten. Und in Berlin ist die Nachfrage nunmal sehr groß.


AfD verbieten ist wie Heizöl kaufen.


Ich kann das Buch Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus von Rainer Mühlhoff empfehlen. Gibt es auch als Interview bei Jung&Naiv (4 Stunden).


Wenn überhaupt, dann bekommen wir sie mit einer Politik, die ihre Situation spürbar verbessert, aus ihrem destruktiven Schneckenhaus raus.
Das scheint mir der wichtigste Punkt zu sein. Im Normalzustand mag niemand Gewalt, Zerstörung, Aggression oder Streit. (Mal abgesehen von Psychopathen.) Das ändert sich aber, wenn man sich bedroht oder ungerecht behandelt fühlt.
Solange Mieten steigen, der Sozialstaat abgebaut wird und kein Geld für staatliche Dienstleistungen und Infrastruktur da ist, so lange werden Gefühle der Angst und der Ungerechtigkeit ansteigen. Und so lange wird die AfD an Zuspruch gewinnen, nicht weil sie Lösungen anbietet, sondern weil sie genauso aggressiv ist, wie man es selber gern wäre. Die AfD will den Eliten auf’s Maul hauen, und genau das wollen immer mehr Leute sehen. Ob es ihnen dann tatsächlich besser geht, wird immer zweitrangiger, je wütender sie sind.
Angst und Unsicherheit sind keine guten Ratgeber, und deswegen ist es so wichtig, dass eine große Mehrheit das Gefühl hat, auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren nicht existenziell bedroht zu werden. Die CDU hat den Plan, so lange die Menschen zum Wohle der Wirtschaft auszubeuten, bis vom Wohlstand der Wirtschaft was auf die Menschen runtertröpfelt und alle gewonnen haben. Wie gut das funktioniert, sehen wir seit den Achtzigern.


Weiß man schon, wie der Hack abgelaufen ist? Welche Konsequenzen wurden gezogen? Vielleicht könnte man ja mit den 2 Millionen verhindern, dass das in Zukunft nochmal passiert?
Irgendwie müssen wir doch mal von dieser Idee wegkommen, dass Hacker eine Naturgewalt sind, der man hilflos ausgeliefert ist.


Wenn das primäre Ziel nicht die Zerstörung von Infrastruktur ist, sondern Verwirrung zu stiften und die Gesellschaft zu spalten, macht das schon Sinn.
Siehe auch hier: https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/sabotageserie-autos-russland-100.html


Meine Jugend ist schon etwas länger her als 15 Jahre, aber damals war es gefühlt unpolitisch, Judenwitze aus dem dritten Reich zu reißen, von Ehefrauen zu erwarten, dass sie ihren sexuellen Pflichten nachkommen oder Ausländer zu diskriminieren. Es war nicht normal, aber es hat sich auch niemand so richtig dran gestört solange es in einem gewissen Rahmen geblieben ist. Dann ging halt mal eine Augenbraue hoch und dann war das Thema gegessen. Man will ja auf dem Dorffest keine schlechte Laune verbreiten, nur weil einer im Suff einen schlechten Witz gemacht hat.
Aber gesellschaftliche Probleme gehen halt nicht weg wenn man sie totschweigt, man bemerkt sie als Unbetroffener nur nicht.
Wir haben seit damals riesige Fortschritte gemacht, und trotzdem fühlt es sich so an, als wären die gesellschaftlichen Gräben tiefer und tiefer geworden. Dabei waren die Gräben schon immer da und es lagen nur Bretter drüber, und die sind jetzt eben durchgemodert und ab und zu kracht einer mit dem Fuß durch und rastet aus, weil er das doch früher auch sagen durfte, ohne Gegenwind zu ernten.
Aber ich gebe Dir insofern recht, dass ich den Veranstalter verstehen kann. Bei einem Festival kann so dermaßen viel schiefgehen, da braucht man nicht auch noch einen Shitstorm wegen irgendeiner Kleinigkeit. Scheint nur nach hinten losgegangen zu sein, was ich wiederum richtig finde. Musik ist nunmal oft politisch. Es ist absurd, von den Musikern zu erwarten, sich nicht politisch zu äußern.


Ja, deswegen hab ich auch “relativ gut” geschrieben. Für einen Ausbildungsberuf. Mit Managementstellen kannst Du das nicht wirklich vergleichen, weil die oft über Seilschaften vermittelt oder überhaupt erst erzeugt werden. Und bei einer 150k-Stelle hat man wahrscheinlich studiert, auch wenn man hinterher effektiv nichts macht.
Dass man automatisch mehr verdient, nur weil man studiert hat, ist natürlich auch ein Problem. Und es gibt noch viele andere. Ich sag überhaupt nicht, dass auf dem Arbeitsmarkt alles super ist. Ich sag nur, dass das mit dem Hungerlohn nicht mehr stimmt und Pflegeberufe die am besten bezahlten Ausbildungsberufe sind.


In der Pflege verdient man inzwischen relativ gut.
Nach einer aktuellen Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bekommen Auszubildende in der Pflege derzeit im ersten Jahr monatlich 1491 Euro bezahlt. Dahinter folgen die Versicherungsbranche mit 1455 Euro und die privaten Banken mit 1400 Euro.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten vollzeitbeschäftigte Fachkräfte zuletzt im Mittel 4.228 Euro brutto im Monat. Das waren 1.612 Euro oder 61,6 Prozent mehr als ein Jahrzehnt zuvor.
Wenn sie von höheren Spritpreisen betroffen sind, profitieren sie aber auch von niedrigeren Spritpreisen.