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Cake day: March 18th, 2026

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  • Arbeitssuche erweist sich als nervtötender als erwartet. Wollte jetzt doch noch am letzten Monatsende schnell Bürgergeld auf der Arbeitsagentur-Webseite beantragen, aber da kriegt ich ja kompletten Passierschein-A38-Wahnsinn. Nachdem ich vor vielen Jahren schonmal kurzfristig ALG I beantragt hatte, konnte ich mir irgendwie mit meiner gleichen Mail-Addresse einen neuen Account machen, bei der Beantragung kam dann aber der Fehler, dass meine Sozialversicherungsnummer bereits belegt ist. Später klappte dann doch der Account-Merge, doch anschließend musste ich mir gleich zwei(!) Authentifierzungs-Apps aufs Handy installieren; einmal eine Bundesagentur-Arbeit-Secure für ein ziemlich unintuitives 2FA und einmal eine AusweisApp aus Gründen. Die AusweisApp verlangte dann, dass ich eine PIN meines Ausweises eingebe, von der ich absolut gar keine Erinnerung habe, wann ich die mal eingerichtet haben soll.

    Ich habe dann aufgegeben und verzichte lieber auf einen Monat Bürgergeld. Falls ich die nächsten 2 Wochen keine Jobzusage kriege, mach ich mir einen persönlichen Termin beim Amt.



  • Ich denke auch, wenn KI unsere digitale Infrastruktur zerlegt, dann war das Problem weniger die KI, sondern die Infrastruktur. Die ganzen Hackerangriffe und automatisierten Angriffe gab es schon lange vor KI. Jede:r, die mal einen Server ans Internet gehangen und in den Zugriffslog geguckt hat, weiß was für ein absurder Heuschreckenschwarm an Bots da im Minutentakt Logins durchprobieren. Natürlich hat KI das irgendwo alles nochmal effizienter gemacht und kann wahrscheinlich auch komplexere Angriffe automatisieren, aber dass wieder irgendeine Datenbank geleakt oder ein Amt lahmgelegt wurde, gab es trotzdem schon wöchentlich in den IT-Nachrichten.

    Gibt ja immer diese Aussage von “Ein wirklich sicheres System kann es nicht geben.” Wie ich den Satz hasse. Mir ist die unüberschaubare Komplexität von Software natürlich schon bewusst, aber das heißt nicht, dass man einfach die Hände hochwerfen und jede Software yolo-viben kann. Ich erinnere mich an einen recht alten Blogpost von Bruce Schneier, der die IT-Infrastruktur als ‘Wilder Westen’ bezeichnet hat. Jetzt haben wir einen Wilden Westen mit zusätzlich einer Roboterinvasion.



  • Hab endlich mein kleines Heim-Software-Projektchen fertig. Hintergrund ist, dass ich im Studium noch ein paar interdisziplinäre Credits sammeln muss für den vollständigen Abschluss, also habe ich mich unter Anderem undercover in die Informatikfakultät eingeschlichen, um mir dort noch schnell 6 Credits in einem Programmierseminar zu holen. Die dortigen Kommilitonen haben alle ziemlich gelacht als ich meinte, dass ich aus der Philosophiefakultät komme; gleichzeitig kommt es mir so vor, dass die Studis heute noch weniger programmieren üben als früher.

    Naja, ich habe jetzt einen Raspberry mit Mikrofon, welcher am Fenster das Vogelgezwitscher horcht und mit einem ML-Modell die Vogelart herausorakelt. Mit einem kleinen Wikipedia-Webscraper habe ich zu jedem bekannten Vogel ein Bild und den Einleitungstext des Wikiartikels in eine Offline-Enzyklopädie gespeichert. Der Rasperry schickt dann den erkannten Vogel über WiFi an meinen alten, ausgesonderten E-Reader, welcher Name, Bild und Beschreibung des Vogels auf dem Display anzeigt. Letzteres ist ziemliche Ghetto-Informatik, weil es dafür kein richtiges Anzeigeprogramm gibt, sondern ich den E-Reader quasi gehackt habe, um Pixeldaten direkt in den Displaybuffer zu schieben. Aber es funktioniert und jetzt werde ich bestimmt endlich mal lernen, wie man eine Amsel von einer Kohlmeise unterscheidet. :o)

    Würde gerne noch herausfinden, wie stark man den Stromverbrauch drücken kann, wenn man alles versucht. Ich hab grad einen RasPi 4B, aber das ML-Modell soll angeblich auch auf einem Pi Zero funktionieren. Zusammen mit dem E-Reader ist man dann wahrscheinlich im einstelligen Wattbereich. SolChe Zahlen kennt man ja in der heutigen Technik fast gar nicht mehr.







  • Arbeitssuche ist gar nicht mal so einfach, wenn man nur nach Teilzeit schaut, da ich parallel an der Doktorarbeit arbeiten möchte. Drei Stellen an der Uni gibt es, auf die ich mich beworben habe. Im IT-Sektor gibt es hier in der Region genau null passende Stellenangebote. Könnte vielleicht noch Dozent an einer Volkshochschule versuchen, aber auch da sind die einzigen Stellen gerade ziemlich fachfremd. Offiziell arbeitssuchend muss ich mich erst nächsten Monat melden, aber ich seh’s schon kommen, dass mir das Arbeitsamt dann irgendwas reindrücken will, das meinen akademischen Plänen zuwider läuft.