In diesem Beitrag geht es um das Parken und die monopolistische Preisstruktur privater Unternehmen in diesem Bereich.
Warum hat Easypark ein Monopol? Damit meine ich: Warum sind sie der einzige Dienstleister für einen bestimmten Parkplatz…? Ich sehe das nicht als eine Art natürliches Monopol, wie bei einer Bahnstrecke oder einer Wasserleitung. Sie besitzen weder die Straßen, noch legen sie Asphalt oder reinigen die Straßen, auf denen die Leute ihre Autos parken … warum ist es also so, dass, wenn ich in fast allen europäischen Städten vorfahre, EasyPark der einzige Anbieter ist, der meine Parkgebühr einzieht?
Wenn es andere Unternehmen gäbe, die mir ebenfalls Gebühren für diese Parkplätze berechnen dürften, würde ich mich vielleicht für sie entscheiden?
Das könnte für mich günstiger sein oder der betreffenden Stadt höhere Einnahmen bescheren. Ich bin der Meinung, dass wir in Städten hohe Parkgebühren erheben sollten und dass es richtig ist, dieses Geld zur Finanzierung der Kommunalverwaltungen und zur Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs im Sinne einer umfassenden Preisgestaltung und Infrastruktur zu verwenden.
Hier geht es nicht um die Berechtigung von Parkgebühren. Aber warum sollte ein einziges Unternehmen das monopolistische Recht haben, sich zwischen den Gebührenzahler und den Gebührenempfänger zu stellen?
Warum hat Easypark ein Monopol?
Weil lange Zeit alle Welt nach “Digitalisierung” geschriien hat, aber das Thema Parkgebühren für die meisten Städte im Budget viel zu winzig war, um sich darum groß gestalterisch zu kümmern. So haben sie “Shareconomy” Parasiten zugelassen bzw. geduldet, und von denen hat sich eben einer schließlich als der stärkste und fetteste durchgesetzt.
Müsste man die Frage nicht eher an die Städte und Kommunen stellen? Offensichtlich gibt es ja mehr als eine App.
Wien hat z.B. eine eigene Lösung entwickelt (“handyparken”), und erlaubt auch die Nutzung von Drittanbieter-Apps wie Easy Park.
Ich bin jetzt kein Parkexperte, aber hier in Hamburg kann man laut smartparking.de aus folgenden Anbietern auswählen:
EasyPark | moBiLET | PayByPhone | Parkster | PARCO | Peuka
Auf der Seite gibt’s auch eine Liste für viele andere Städt und Gemeinden und in den meisten davon gibt es eine Auswahl. Wenn das in Deiner Stadt nicht so ist, musst Du mal im Rathaus nachfragen.
In unserer Stadt hier in Schweden war bis vor kurzem auch EasyPark die einizige App zum bezahlen der städtischen Parkplätze. Die Stadt hat das aber neu ausgeschrieben, weil EasyPark die Gebühren zu stark erhöhen wollte. Jetzt kann man zwischen zwei oder drei anderen Apps wählen, die zwar nicht gut sind wie EasyPark, dafür aber günstiger. EasyPark ist momentan nicht dabei. Ich bin froh, dass die Stadt EasyPark die Erhöhungen nicht einfach durchgehen lässt.
Gebūhren auf Easypark sind inzwischen n Joke. Ich zahl doch nicht Fixbetrag + %-Teil der Parkkosten als Seevicegebühr
Ich vermute, dass die eine Ausschreibung gewonnen haben oder durch eine Direktvergabe an den Auftrag gekommen sind. Solange das Recht noch besteht, könntest du möglicherweise mit Hilfe von Informationsfreiheitsgesetzen an die Verträge kommen oder zumindest deren Laufzeiten in Erfahrung bringen.
In der Schweiz sind Easypark und Parkingpay praktisch überall verfügbar. Parkingpay ist eine rein schweizerische Lösung. Die App Interface ist zwar nicht so sexy wie Easypay, jedoch sind die Gebühren deutlich niedriger.


