• 5ibelius9insterberg@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    0
    ·
    edit-2
    4 months ago

    Für Stifte mag das stimmen, aber welcher Investor finanziert denn Wohnungen, die er nicht teuer vermieten kann, bzw. eine Wohnungsvariante, die weniger Profit bringt? Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

    Ich finde mit dem Besitz von Wohnungen sollte kein (großer) Gewinn möglich sein. Das Bauen darf sich ja gerne weiter lohnen, aber die Forderung Grundbedürfnisse nicht zu Spekulationsobjekten zu machen hat nichts mit Kindergarten zu tun. Natürlich schafft das keinen neuen Häuser, aber es macht Wohnraum bezahlbarer, weil er nur noch kostendeckend und nicht mehr profitorientiert verwaltet wird. Außerdem stehen vergesellschaftete Wohnungen (hoffentlich) deswegen auch weniger leer.

    • Quittenbrot@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      4 months ago

      Für Stifte mag das stimmen, aber welcher Investor finanziert denn Wohnungen, die er nicht teuer vermieten kann, bzw. eine Wohnungsvariante, die weniger Profit bringt? Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

      Die Profite kann der Staat steuern. Er kann bspw Abgaben und Steuern erheben, die gezielt bestimmte Formen von Wohnungen in ihrer Profitabilität beeinflussen. Dafür muss soziales Wohnen nicht teurer, sondern im Vergleich für Investoren nur wirtschaftlich interessanter werden.

      Einem Investor ist am Ende vollkommen egal, mit welchem Produkt er seine Rendite macht. Der Staat muss hier die Leitlinien vorgeben, die solche Akteure in die richtigen Bahnen lenken, gegen Widerstände, gegen Lobbyismus.

      Das ginge schon heute und hätte den charmanten Nebeneffekt, dass der Staat, statt eine Menge Geld in die Hand zu nehmen für eine Vergesellschaftung und dann trotzdem selber auch noch für den sozialen Wohnungsneubau sorgen zu müssen, sogar Geld einnehmen könnte mit diesen Sanktions- und Lenkungsmaßnahmen, während man den notwendigen Neubau den Privaten aufhalst.

    • brainwashed@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      14 days ago

      Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

      Irgendwer wird wohl Bedarf nach diesen Wohnungen haben oder glaubst du, die bauen nicht vermietbare Wohnungen?

    • plyth@feddit.org
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      0
      ·
      4 months ago

      Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

      Wenn die Immobilienpreise nicht steigen dann werden einige ihre teuren Wohnungen günstiger vermieten, denn sie können ihre Kredite dann nur durch Mieteinnahmen decken. Der Zwang zur Vermietung sorgt dafür, dass alle bezahlbaren Wohnraum bekommen solange genug gebaut werden kann.

      • gandalf_der_12te@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        0
        ·
        4 months ago

        naja das problem sind ja eigentlich nicht mal so sehr die privaten wohnbaukonzerne, sondern das problem ist dass es ein gesellschaftliches narrativ gibt dass die politik nicht selbst bauen darf. in anderen worten: der neoliberalismus, der alle aufgaben zu den unternehmen schiebt; zusammen mit einer marktgläubigkeit, sorgen dafür dass der mensch nicht mehr im mittelpunkt steht und damit die befriedigung menschlicher bedürfnisse mehr ein spontanes nebenprodukt als ein ziel der wirtschaftlichen bestrebungen wird.

        • brainwashed@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          14 days ago

          das problem ist dass es ein gesellschaftliches narrativ gibt dass die politik nicht selbst bauen darf.

          Niemand hält den Staat davon ab, das ganze zu starten.

        • plyth@feddit.org
          link
          fedilink
          Deutsch
          arrow-up
          1
          ·
          4 months ago

          Wieso schließen sich Markt und menschliche Bedürfnisse aus? Ein Supermarkt verkauft doch genau den täglichen Bedarf. Natürlich ist Gewinn immer das Ziel, und nicht Nächstenliebe. Menschen die aus Nächstenliebe handeln wollen können das jederzeit tun. Es machen aber so wenige, dass es nicht als Gesellschaftsgrundlage aktuell funktioniert. Daher ist ein funktionierender Markt das beste was wir haben, um Menschen zu motivieren, etwas für andere zu tun.

      • RidderSport@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        0
        arrow-down
        1
        ·
        4 months ago

        Wirklich ich raff dich nicht. Mal vertrittst du ultralinke Positionen und dann haust du hier libertäres FDP Stammtischgelaber à la der Markt regelt das raus.