Deutschland hat ein Problem: Die Wirtschaft wächst nicht mehr so stark, wie sie müsste, um den Wohlstand zu halten. Wird zu viel verwaltet und berichtet, statt Investitionen und Ideen ins Land zu holen? Von Bianca v. d. Au.
Nach einer aktuellen Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bekommen Auszubildende in der Pflege derzeit im ersten Jahr monatlich 1491 Euro bezahlt. Dahinter folgen die Versicherungsbranche mit 1455 Euro und die privaten Banken mit 1400 Euro.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten vollzeitbeschäftigte Fachkräfte zuletzt im Mittel 4.228 Euro brutto im Monat. Das waren 1.612 Euro oder 61,6 Prozent mehr als ein Jahrzehnt zuvor.
4230 € sind halt nicht, was ich als “relativ gut” einordne. Vor allem nicht für diesen Knochenjob und die Wichtigkeit. Ich habe seit meinem Berufseinstieg mehr verdient, und meine Arbeit war nie so gesellschaftlich relevant, wie die eines Pflegers. Und weit entfernt davon so hart zu sein.
Und da ist halt die Krux: im gammeligen, mittleren Management des Konzerns, wo meine Frau arbeitet, bekommt man für’s Powerpoint erstellen zwischen 150k und 250k pro Jahr. Das sind halt 3-5 Pfleger.
Ja, deswegen hab ich auch “relativ gut” geschrieben. Für einen Ausbildungsberuf. Mit Managementstellen kannst Du das nicht wirklich vergleichen, weil die oft über Seilschaften vermittelt oder überhaupt erst erzeugt werden. Und bei einer 150k-Stelle hat man wahrscheinlich studiert, auch wenn man hinterher effektiv nichts macht.
Dass man automatisch mehr verdient, nur weil man studiert hat, ist natürlich auch ein Problem. Und es gibt noch viele andere. Ich sag überhaupt nicht, dass auf dem Arbeitsmarkt alles super ist. Ich sag nur, dass das mit dem Hungerlohn nicht mehr stimmt und Pflegeberufe die am besten bezahlten Ausbildungsberufe sind.
In der Pflege verdient man inzwischen relativ gut.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/azubi-gehalt-pflegeberufe-ueberholen-finanzbranche/100247302.html
4230 € sind halt nicht, was ich als “relativ gut” einordne. Vor allem nicht für diesen Knochenjob und die Wichtigkeit. Ich habe seit meinem Berufseinstieg mehr verdient, und meine Arbeit war nie so gesellschaftlich relevant, wie die eines Pflegers. Und weit entfernt davon so hart zu sein.
Und da ist halt die Krux: im gammeligen, mittleren Management des Konzerns, wo meine Frau arbeitet, bekommt man für’s Powerpoint erstellen zwischen 150k und 250k pro Jahr. Das sind halt 3-5 Pfleger.
Ja, deswegen hab ich auch “relativ gut” geschrieben. Für einen Ausbildungsberuf. Mit Managementstellen kannst Du das nicht wirklich vergleichen, weil die oft über Seilschaften vermittelt oder überhaupt erst erzeugt werden. Und bei einer 150k-Stelle hat man wahrscheinlich studiert, auch wenn man hinterher effektiv nichts macht.
Dass man automatisch mehr verdient, nur weil man studiert hat, ist natürlich auch ein Problem. Und es gibt noch viele andere. Ich sag überhaupt nicht, dass auf dem Arbeitsmarkt alles super ist. Ich sag nur, dass das mit dem Hungerlohn nicht mehr stimmt und Pflegeberufe die am besten bezahlten Ausbildungsberufe sind.