

Also zuerst mal heisst es Schweizer und nicht Schweitzer. Und wenn du selbst keine Erfahrung mit einem Leben in der Schweiz hast, ist es vielleicht auch ratsam mit solch pauschalen Aussagen vorsichtig zu sein. Ich lebe seit 16 Jahren in der Schweiz, bereits an verschiedenen Orten, und habe zum einen das Auswandern bisher nicht bereut noch kann ich zum anderen deine Aussage so bestätigen oder stehen lassen. Es ist sicher nicht ganz einfach hier als Ausländer, vor allem am Anfang. Aber wenn man sich Mühe gibt, sich integriert und Geduld hat gibt es auch keine Probleme Verbindungen zu knüpfen und akzeptiert zu werden. So ganz im Allgemeinen gesagt. Individuell geht es manchmal vielleicht einfacher oder es wird mühsamer. Und was man als Deutscher unbedingt machen sollte ist sich sprachlich anzupassen. Das wird im Allgemeinen sehr geschätzt. Das hilft auch wenn man dann mal zügelt und an einen neuen Ort kommt, sich auch dort wieder zu integrieren. Wenn man hier gar nicht zurecht kommt, auch nach Jahren nicht, das ist es vielleicht das falsche Land.
Da hast du wohl ein paar Sachen nicht ganz so recht verstanden. Das die Schweizer Bevölkerung Weltoffen wäre habe ich so gar nicht gesagt oder behauptet. Mir ging es drum, dass es eben nicht nur schwarz oder weiss ist und man es eben nicht pauschal sagen kann. Daher bleibe ich dabei und sage solche Aussagen sind immer vorsichtig und nicht leicht fertig zu machen. Einen Rechtsruck gab es, so wie du es vielleicht meinst, nicht. Solche Sachen wurden schon vor meiner Zeit hier diskutiert und auch abgestimmt. Das habe ich selber schon mitbekommen und auch gelesen. Da würde ich subjektiv sagen: Alles beim alten, wird nur rund herum jetzt wohl mehr wahr genommen und vielleicht deshalb als ein Rechtsruck gedeutet. Und was Weltoffenheit in Deutschland angeht, naja, könnte jetzt auch sagen anhand der 5 min jeden Tag Presse ist Deutschland, trotz EU-Land, wohl eher nicht Weltoffen. Da aber die 5 min nur einen sehr kleinen Teil beleuchten mache ich das nicht. Das steht mir nicht zu wenn ich es nicht selber erlebe, quasi mitten drin statt nur dabei.