Zum Vergleich:
Mercator (vorher):
Equal Earth (nachher):

Wow, ich find das einen massiven Schritt…
Das ist ein karteneindruck den man immer im Kopf hat, und nun ist alles auf einmal anders und hoffentlich richtiger :)
Es ist nicht richtiger, es gibt kein richtig bei Kartenprojektionen. Die Equal-Earth-Karte zeigt die Landmassen flächentreuer, ist aber bspw. für die Navigation ungeeignet. Die Entscheidung der UN ist hier sicherlich richtig, aber nicht alles ist in jedem Kontext politisch.
Naja, dass einzigste was ich von einer Übersichtskarte erwaete ist doch, dass diese flächentreu ist, oder?
Genau, zum Zwecke der Geographie - für die Darstellung einer Weltkarte. Ich wolle nur darauf hinweisen, dass es keine “richtige” Karte gibt, die alle Zwecke erfüllen kann.
Die EE-Projektion wird für mich nach Jahrzehnten mit Mercartor wohl nie richtig aussehen. Jetzt mögen zwar die Flächenverhältnisse eher der Realität entsprechen, aber dafür wird alles zum Ost- und Westrand der Karte hin zunehmend unrealistisch verbogen und die Formen werden inkonsistent wenn man das Kartenzentrum auf einen anderen Längengrad legt.
Ich fand auch das Flächenargument nie sonderlich bestechend und fühlte mich da immer an US-Konservative erinnert, die mit einer überwiegend roten Wahlergebnis-Karte der USA argumentieren wollen wie das ganze Land doch politisch auf ihrer Seite sei … die Fläche ist fast immer total irrelevant.
tldr; es gibt keine perfekte Projektion, alle sind je nach Kontext richtig oder falsch.
Es gibt hunderte von verschiedenen Kartenprojektionen - möchte ich eine 3-dimensionale Kugel auf eine planare Fläche abbilden, dann verliere ich dabei immer etwas. Es gibt schon lange Streit insbesondere zwischen Merkator- und Petersprojektion, er ist Teil von gängigen Verschwörungstheorien.
Auch wurde diskutiert, die Merkatorprojektion wurde erfunden, um Afrika besser aufteilen zu können, weil Afrika dort so groß ist.Man kann Projektionen unter anderem nach der Abbildungsart kategorisieren, das ist hier relevant.
Es gibt 3 unterschiedliche Paradigmen in der Abbildungsart: Längentreu, Flächentreu und Winkeltreu. Alle haben ihre Vorteile und ihre Nachteile. Es gibt keine eine, perfekte Projektion.
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Längentreue Projektionen stellen Strecken (zumindest teilweise) korrekt dar, es lassen sich hiermit Strecken messen. Ein häufig verwendetes Beispiel ist die Plate-Carée-Projektion, hier kann man die Strecken z.B. entlang der Meridiane gut messen.
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Flächentreue Projektion stellen die Flächen korrekt dar, z.B. die Größe eines Kontinents. Dafür wird die Form in der Regel stark verzerrt. Ein klassisches Beispiel für solch eine Projektion ist die Peters-Projektion, ähnlich zu der Equal-Earth-Projektion. Ich fand die Peters-Projektion immer schon unglaublich hässlich. Aufgrund der korrekten Flächenverhältnisse eignet sie sich sehr in der Geographie.
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Winkeltreue Projektionen verzerren die Winkel zwischen Längen- und Breitengraden nur wenig. Daher eignet sie sich gut für Vermessung. Daher nutzen wir sie vor allem in der Geodäsie, Astronomie und Navigation. Die Merkator-Pojektion ist eine klassische winkeltreue Projektion. In der Vermessung in Deutschland nutzen wir im speziellen die Universal-Transversal-Merkatorprojection, kurz UTM (genau gesagt UTM32N und UTM33N (EPSG 25832/25833). UTM ist eine spezielle Variante der Merkatorprojektion.
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Das ist nur der Link zu einem ganz kleinen Videobeitrag. Kein ergänzender Text oder ne Grafik mit Gegenüberstellung.




