gerne weiterleiten, kommentieren, kritisieren.

wir brauchen eine nachhaltige IT-infrastruktur in europa. das umfasst sowohl die software als auch die hardware. sicherheitstechnisch ist es gefährlich, wenn sämtliche hardwarehersteller im ausland liegen, denn dadurch macht man sich abhängig. also müssen chip-hersteller in europa aufgebaut werden.

European Chips Act

Das sehe zum glück nicht nur ich so. Die EU hat ca. 2023 diesbezügliche gesetze beschlossen, um chip-hersteller für high-performance chips nach europa zu bringen.


so weit so gut. einen kritikpunkt möchte ich anmerken: es wurde hauptsächlich Intel gefördert. das ist m.m.n. nicht so klug, da intel am ende seiner lebenszeit steht. intel ist ein forschungsunternehmen, das sich darum bemüht, immer die besten chips seiner zeit zu produzieren, mit kleinerer strukturgröße als die konkurrenz (konkurrenz ist größtenteils ARM). man bekommt damit die doppelte leistung zum zehnfachen preis. das ist nicht sehr kosteneffizient. wichtiger ist jedoch dass moore’s gesetz für desktop-computer schon lange geendet ist. mein laptop aus 2012 hatte 4 GB RAM, mein laptop aus 2025 hat 8 GB RAM. Das ist weit weniger als “eine verdopplung alle 18 monate”. damit bringt es auch nichts, weiterhin ein “spitzen- und forschungsunternehmen” zu sein in der chip-herstellung, wenn diese naturgemäß stagniert. besser wäre es, nun auf günstige massenfertigung zu setzen und daher ARM zu fördern anstatt intel.

nebenbei würde man sich dabei viele milliarden euro sparen. die an anderer stelle gut eingesetzt werden könnten.

  • brainwashed@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    0
    arrow-down
    1
    ·
    3 months ago

    Arm stellt halt nichts her.

    Insgesamt wissen wir das ja schon ne Weile. Die Krux ist, dass dieses Business extrem kapitalintensiv ist und wir vergleichsweise unterentwickelte Kapitalmärkte haben. Sprich von dem Geld, was die Europäer theoretisch hätten, wird relativ wenig für sowas mobilisiert. Der Staat kann einen Anschub geben, aber nicht dauerhaft finanzieren beziehungsweise subventionieren. Irgendwann muss die Kiste dann eben wettbewerbsfähig sein. Und in Deutschland haben wir nicht wenig Geld in Infineon gebuttert. Abgesehen davon würde ich bei unserer Politik eine krasse pro zyklizität befürchten. Sprich die investieren jetzt und das was aktuell teuer ist und bis unsere Arbeitsspeicherfabriken dann produktiv sind, sind die Weltmarkt preise wieder normalisiert und der ganze Investment Case fällt in sich zusammen.

    Am meisten Potenzial sehe ich derzeit bei Rechenzentren. Die müssen physikalisch bedingt lokal sein, es gibt schon private, die hier einsteigen wollen. Jetzt müssen wir noch genug europäische Unternehmen den Schwenk machen, was ja auch nicht kostenlos ist.