Hessens Verkehrsminister Mansoori schlägt Frankfurt als Modellstadt für Zugangskontrollen an Bahnhöfen vor. Der Vorstoß folgt auf Überlegungen von Bundesverkehrsminister Bilger, Gleise für Fahrgäste ohne Ticket zu sperren.
Ahh die CDU wieder mit ihrer Anti-Bahnpolitik…
Dass ein Zugbegleiter gestorben ist, ist tragisch, dass es mehrere Angriffe auf diese gibt natürlich auch.
Trotzdem ist die Bahn deutlich sicherer als das Auto, das verursacht jeden Tag Unfälle mit Toten und Schwerstverletzen, komischerweise fordert niemand Drehkreuze an Autobahnauffahrten mit TÜV/Führerscheinkontrolle und Abrechnung nach gefahrener Strecke.
Solche Schikanen machen jedes Transportmittel unattraktiv und deswegen setzen sie hier an der Bahn an und nicht am heiligen Auto.
Solche Schikanen machen jedes Transportmittel unattraktiv und deswegen setzen sie hier an der Bahn an und nicht am heiligen Auto.
Komisch, ich - als jemand der regelmäßig mit der Bahn auf Langstrecke unterwegs ist - fände den Frankfurter Bahnhof DEUTLICH sympathischer wenn nur noch Leute mit Fahrkarten an den Bahnsteig kämen…
Als jemand der regelmäßig Langstrecke an Bahnhöfen mit und ohne dieser Regelung fährt:
Du verschiebst “das Problem” damit nur in den Bahnhofsvorraum durch den du dann auch musst. Der Bahnhofsvorraum ist in einigen Bahnhöfen (z.B. Stuttgart) nur so groß wie ein einziges Gleis, d.h. dieselbe Menge an Leuten verteilt sich nur noch auf 1/4 der Fläche und weicht dann auf die nähere Umgebung aus, wo Mülleimer, Toiletten usw. weniger werden.
Bei Gleiswechseln die bei der DB ja hin und wieder vorkommen sollen, rennen dann alle durch enge Gates, an zurückgedrängten Schlangen vorbei und Leuten die auf ihren verspäteten Zug auf derselben Fläche warten.
Es braucht viel zusätzliches Sicherheitspersonal, damit Leute nicht über Barrieren springen und Ticketkontrollen in den Zügen entfallen nicht, zumindest bis man jeden einzelnen Bahnhof so abgeriegelt hat.
Wer wirklich mal an dem offenen Zürcher HB war und sich denkt “der Bahnhof sollte gestaltet sein wie der abgeriegelte Paris Gare de l’Est” hat jeden Bezug zur Realität verloren.
Du verschiebst “das Problem” damit nur in den Bahnhofsvorraum durch den du dann auch musst
Hier könnte aber dann mit kreativem Einsatz von Videoschutzanlagen zumindest das problematischste Verhalten bzw. “Personal” entdeckt und entfernt werden.
Bei Gleiswechseln die bei der DB ja hin und wieder vorkommen sollen, rennen dann alle durch enge Gates, an zurückgedrängten Schlangen vorbei und Leuten die auf ihren verspäteten Zug auf derselben Fläche warten.
Alles eine Frage der Steuerung - ich bin mir relativ sicher, dass das ein Anwendungsfall wäre an dem KI durchaus hilfreich sein kann.
Es braucht viel zusätzliches Sicherheitspersonal, damit Leute nicht über Barrieren springen und Ticketkontrollen in den Zügen entfallen nicht, zumindest bis man jeden einzelnen Bahnhof so abgeriegelt hat.
Das ließe sich an den kleineren Bahnhöfen auch - wenn man innovativ denken würde - relativ leicht lösen. Mal ganz spontane Idee: Du kommst nur mit passendem Ticket in den Zug, hinter den eigentlichen Eingangstüren des Zuges wird nochmal eine Art Schranke gesetzt die sich nur mit dem passenden QR Code und dem der Karte zugeordneten Gesicht öffnet. Dann muss der Zugbegleiter nur evtl. vorhandene Chaoten aussortieren die versuchen die Schranke zu umgehen.
Mal abgesehen davon, dass ich die Vorstellung nur mit einem passenden Gesicht in einen Zug steigen zu können für unvereinbar mit unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung empfinde, sowas würde ich eher mit der DDR in Verbindung bringen, was konkret soll denn damit bezweckt werden? Mir erschließt sich nicht der Zweck, weniger Bettelei, Taschendiebstahl oder einfach nur weniger Menschen, die im Weg rum stehen und man selbst schneller den Bahnsteig entlang kommt?
Wie @muelltonne@feddit.org schon schrieb, haben Taschendiebe dann halt ein Deutschlandticket oder vielleicht sogar ein billigeres, das nur regional gilt. Bettler und Obdachlose sehe ich recht selten an Bahnhöfen, wann ich zuletzt angesprochen wurde kann ich nicht erinnern. Frankfurt kenne ich nicht gut aus eigener Erfahrung, aber Berlin, Hamburg, Hannover. Und jetzt KI mit Videoüberwachung einfach drauf zu werfen halte ich persönlich auch nicht zielführend. Wenn man sich die damit verbundenen Kosten ansieht, dann wird das nur dazu führen, dass weniger Personal vor Ort ist. Kann ja dann benachrichtigt werden und kommt dann halt in maximal 30 Minuten vorbei. Zugegeben anekdotischer Beweis, aus meiner Lebenserfahrung habe ich noch nie gehört, dass Kameras zu etwas geführt haben, man konnte sich den Überfall etc bei der Polizei anschauen und wird dann irgendwann benachrichtigt, dass das Verfahren ergebnislos eingestellt wird. Und falls letztes tatsächlich ein echtes Problem darstellen sollte, kann man sich einen schönen Wagen gönnen, da ist man isoliert von allen anderen Menschen und hat den Platz für sich alleine. Und als Bonus muss man noch nicht einmal das Gepäck beaufsichtigen oder selbst bewegen.
Die Frage wäre halt wie man das angehen würde wenn man Probleme wirklich in den Griff kriegen wollte und bereit wäre flexibel an Lösungsansätzen zu arbeiten. Ich könnte mir da z.B. vorstellen das gerade bei gewalttätigen Übergriffen schnell mit einer Drohne eingegriffen werden könnte (das man die mit Tasern ausstatten kann ist spätestens seit 2016 bewiesen)… theoretisch könnte man so eine meachnisierte Nothilfe aus der Luft sogar komplett KI gesteuert angehen.
Was Verstöße angeht die ein weniger handfestes Eingreifen erfordern ließe sich durch Täteransprache direkt über die Videoschutzanlagen mit Sicherheit schon einiges regeln… wenn die Situation dann weiter eskaliert kommt dann eben die Drohne zum Einsatz.
Ich bin da nicht sehr zuversichtlich, dass solch eine Lösung in der nächsten Zeit zur Verfügung steht. In der Ukraine im Feld ist es eine Sache, aber in einem deutschen Bahnhof eine andere.
Wie wird sichergestellt, dass die Drohne nicht mit einem einfahrenden oder durchfahrenden Zug kollidiert, wer würde dann haften, der Hersteller, die DB, die Bundespolizei? Dann mit einem Taser in ein Handgemenge schießen, wieder stellt sich sowohl die Frage der Haftung als auch der Verhältnismäßigkeit. Wie gut ist der Videofeed, kann man sehen wer Opfer und wer Täter ist? Überlässt man einfach alles der KI und erneut stellt sich die Frage der Haftung, wenn die KI das Opfer tasert oder vielleicht gar einen ungeteilten Zeugen. Das sind für mich zu viele Fragen und Unsicherheiten. Wenn es um das Überleben im Krieg geht, kann man das sicherlich hemdsärmelig angehen, im zivilen Leben eher nicht.
Hinzu käme beispielsweise noch die IT Sicherheit, können ausländische Geheimdienste auf den Videofeed zugreifen und vielleicht durchfahrende Züge ausspähen, wie es beispielsweise bei den Blitzern in der Slowake? Für mich eher ein Albtraum als ein Hoffnungsschimmer. Ich würde immer lieber mehr Personal vor Ort haben wollen, als noch auf Kameras, Drohnen und KI verlassen zu müssen. Hinzu kommt, wie ich es vor kurzem an einen Bahnhof beim umsteigen in Berlin machen konnte, durch Baustellen war es nicht ersichtlich wie man zu einem bestimmten Gleis kommt und ich konnte einfach jemanden von der Security nach dem Weg fragen. Auch solche Möglichkeiten der Hilfestellung, beispielsweise auch bei körperlich eingeschränkten oder älteren Menschen würde bei einer vorangeschrittenen Automatisierung wegfallen. Meiner Meinung nach kein Bahnhof, den ich in Zukunft gerne benutzen würde, die Sicherheit vor Überfällen ist nicht alles, was einen guten Bahnhof ausmacht.
Ahh die CDU wieder mit ihrer Anti-Bahnpolitik… Dass ein Zugbegleiter gestorben ist, ist tragisch, dass es mehrere Angriffe auf diese gibt natürlich auch. Trotzdem ist die Bahn deutlich sicherer als das Auto, das verursacht jeden Tag Unfälle mit Toten und Schwerstverletzen, komischerweise fordert niemand Drehkreuze an Autobahnauffahrten mit TÜV/Führerscheinkontrolle und Abrechnung nach gefahrener Strecke.
Solche Schikanen machen jedes Transportmittel unattraktiv und deswegen setzen sie hier an der Bahn an und nicht am heiligen Auto.
Komisch, ich - als jemand der regelmäßig mit der Bahn auf Langstrecke unterwegs ist - fände den Frankfurter Bahnhof DEUTLICH sympathischer wenn nur noch Leute mit Fahrkarten an den Bahnsteig kämen…
Als jemand der regelmäßig Langstrecke an Bahnhöfen mit und ohne dieser Regelung fährt:
Du verschiebst “das Problem” damit nur in den Bahnhofsvorraum durch den du dann auch musst. Der Bahnhofsvorraum ist in einigen Bahnhöfen (z.B. Stuttgart) nur so groß wie ein einziges Gleis, d.h. dieselbe Menge an Leuten verteilt sich nur noch auf 1/4 der Fläche und weicht dann auf die nähere Umgebung aus, wo Mülleimer, Toiletten usw. weniger werden.
Bei Gleiswechseln die bei der DB ja hin und wieder vorkommen sollen, rennen dann alle durch enge Gates, an zurückgedrängten Schlangen vorbei und Leuten die auf ihren verspäteten Zug auf derselben Fläche warten. Es braucht viel zusätzliches Sicherheitspersonal, damit Leute nicht über Barrieren springen und Ticketkontrollen in den Zügen entfallen nicht, zumindest bis man jeden einzelnen Bahnhof so abgeriegelt hat.
Wer wirklich mal an dem offenen Zürcher HB war und sich denkt “der Bahnhof sollte gestaltet sein wie der abgeriegelte Paris Gare de l’Est” hat jeden Bezug zur Realität verloren.
Hier könnte aber dann mit kreativem Einsatz von Videoschutzanlagen zumindest das problematischste Verhalten bzw. “Personal” entdeckt und entfernt werden.
Alles eine Frage der Steuerung - ich bin mir relativ sicher, dass das ein Anwendungsfall wäre an dem KI durchaus hilfreich sein kann.
Das ließe sich an den kleineren Bahnhöfen auch - wenn man innovativ denken würde - relativ leicht lösen. Mal ganz spontane Idee: Du kommst nur mit passendem Ticket in den Zug, hinter den eigentlichen Eingangstüren des Zuges wird nochmal eine Art Schranke gesetzt die sich nur mit dem passenden QR Code und dem der Karte zugeordneten Gesicht öffnet. Dann muss der Zugbegleiter nur evtl. vorhandene Chaoten aussortieren die versuchen die Schranke zu umgehen.
Die Medizin sollte nicht schlimmer sein als die Krankheit.
Die Medizin könnte aber auch gleichzeitig zur Bekämpfung weiterer “Krankheiten” verwendet werden…
Du meinst sowas wie linke Weltanschauungen und freie Meinungsäußerung?
Ganz BESONDERS so etwas 😈
Ich glaube dir.
Mal abgesehen davon, dass ich die Vorstellung nur mit einem passenden Gesicht in einen Zug steigen zu können für unvereinbar mit unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung empfinde, sowas würde ich eher mit der DDR in Verbindung bringen, was konkret soll denn damit bezweckt werden? Mir erschließt sich nicht der Zweck, weniger Bettelei, Taschendiebstahl oder einfach nur weniger Menschen, die im Weg rum stehen und man selbst schneller den Bahnsteig entlang kommt?
Jup
Jup
Ebenfalls jup
Wie @muelltonne@feddit.org schon schrieb, haben Taschendiebe dann halt ein Deutschlandticket oder vielleicht sogar ein billigeres, das nur regional gilt. Bettler und Obdachlose sehe ich recht selten an Bahnhöfen, wann ich zuletzt angesprochen wurde kann ich nicht erinnern. Frankfurt kenne ich nicht gut aus eigener Erfahrung, aber Berlin, Hamburg, Hannover. Und jetzt KI mit Videoüberwachung einfach drauf zu werfen halte ich persönlich auch nicht zielführend. Wenn man sich die damit verbundenen Kosten ansieht, dann wird das nur dazu führen, dass weniger Personal vor Ort ist. Kann ja dann benachrichtigt werden und kommt dann halt in maximal 30 Minuten vorbei. Zugegeben anekdotischer Beweis, aus meiner Lebenserfahrung habe ich noch nie gehört, dass Kameras zu etwas geführt haben, man konnte sich den Überfall etc bei der Polizei anschauen und wird dann irgendwann benachrichtigt, dass das Verfahren ergebnislos eingestellt wird. Und falls letztes tatsächlich ein echtes Problem darstellen sollte, kann man sich einen schönen Wagen gönnen, da ist man isoliert von allen anderen Menschen und hat den Platz für sich alleine. Und als Bonus muss man noch nicht einmal das Gepäck beaufsichtigen oder selbst bewegen.
Die Frage wäre halt wie man das angehen würde wenn man Probleme wirklich in den Griff kriegen wollte und bereit wäre flexibel an Lösungsansätzen zu arbeiten. Ich könnte mir da z.B. vorstellen das gerade bei gewalttätigen Übergriffen schnell mit einer Drohne eingegriffen werden könnte (das man die mit Tasern ausstatten kann ist spätestens seit 2016 bewiesen)… theoretisch könnte man so eine meachnisierte Nothilfe aus der Luft sogar komplett KI gesteuert angehen.
Was Verstöße angeht die ein weniger handfestes Eingreifen erfordern ließe sich durch Täteransprache direkt über die Videoschutzanlagen mit Sicherheit schon einiges regeln… wenn die Situation dann weiter eskaliert kommt dann eben die Drohne zum Einsatz.
Ich bin da nicht sehr zuversichtlich, dass solch eine Lösung in der nächsten Zeit zur Verfügung steht. In der Ukraine im Feld ist es eine Sache, aber in einem deutschen Bahnhof eine andere.
Wie wird sichergestellt, dass die Drohne nicht mit einem einfahrenden oder durchfahrenden Zug kollidiert, wer würde dann haften, der Hersteller, die DB, die Bundespolizei? Dann mit einem Taser in ein Handgemenge schießen, wieder stellt sich sowohl die Frage der Haftung als auch der Verhältnismäßigkeit. Wie gut ist der Videofeed, kann man sehen wer Opfer und wer Täter ist? Überlässt man einfach alles der KI und erneut stellt sich die Frage der Haftung, wenn die KI das Opfer tasert oder vielleicht gar einen ungeteilten Zeugen. Das sind für mich zu viele Fragen und Unsicherheiten. Wenn es um das Überleben im Krieg geht, kann man das sicherlich hemdsärmelig angehen, im zivilen Leben eher nicht.
Hinzu käme beispielsweise noch die IT Sicherheit, können ausländische Geheimdienste auf den Videofeed zugreifen und vielleicht durchfahrende Züge ausspähen, wie es beispielsweise bei den Blitzern in der Slowake? Für mich eher ein Albtraum als ein Hoffnungsschimmer. Ich würde immer lieber mehr Personal vor Ort haben wollen, als noch auf Kameras, Drohnen und KI verlassen zu müssen. Hinzu kommt, wie ich es vor kurzem an einen Bahnhof beim umsteigen in Berlin machen konnte, durch Baustellen war es nicht ersichtlich wie man zu einem bestimmten Gleis kommt und ich konnte einfach jemanden von der Security nach dem Weg fragen. Auch solche Möglichkeiten der Hilfestellung, beispielsweise auch bei körperlich eingeschränkten oder älteren Menschen würde bei einer vorangeschrittenen Automatisierung wegfallen. Meiner Meinung nach kein Bahnhof, den ich in Zukunft gerne benutzen würde, die Sicherheit vor Überfällen ist nicht alles, was einen guten Bahnhof ausmacht.
Vielen Dank für deine Antwort. Ich fühle sie so sehr.