Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

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    21 days ago

    Thomas Lehr, “Manfred - Bekenntnisse eines Außerirdischen”

    Kennt jemand einen beknackteren Buchtitel? Gruselig, oder? Ich hatte es in der Onleihe entdeckt, Rubrik SciFi, und sofort das Schlimmste befürchtet - “luschtige” Science Fiction, die völlig misslingt, weil sie sich nur an billigen, oft sogar primitiven Klischees entlanghangelt und noch nicht mal die flachen Kalauer richtig hinbekommt, gibt es viel zu viel. (Es gibt sehr gute unterhaltsame Fantasy und Science Fiction, nur eben zu wenig. Sachdienliche Hinweise nehme ich rund um die Uhr entgegen.)

    Habe die Datei also präventiv enttäuscht (quasi eine literarisch-emotionale Schutzweste tragend) auf dem e-Reader geöffnet - und wurde blendend unterhalten! Es ist Unterhaltungsliteratur, es ist viel Wortgeklingel, es hat so seine quietschbunten, überschießenden Momente der Charakterzeichnung - und ist dabei so gelungen in jeder Hinsicht, dass ich eine unbedingte Empfehlung aussprechen möchte für jeden, der Science Fiction und/oder wissenschaftliche Biographien und/oder entspannte Unterhaltung mit einer ordentlichen Portion Flachs zu schätzen weiß. Ja, alle diese Genre werden glänzend bedient. (Sex gibt’s auch reichlich, dient der Entwicklung der Handlung, tatsächlich.) Tatsächlich kam mir zwischendurch immer wieder Kahnemanns “Die Entdeckung der Welt” in den Sinn, da gibt es durchaus deutliche Parallelen, und Douglas Adams hat sicher auch ein bisschen DNA hinterlassen, Manfred und Arthur kommen so aus demselben Stall und nehmen ähnliche Entwicklungen. Und es ist vermutlich auch ohne SciFi-Affinität gut zu rezipieren, weil es eben wenig SciFi und viel Biographie und Wissenschaftsgeschichte ist. (Philosophie fast vergessen, ist auch drin.)

    Ich rate dringend zu. Viel Spaß beim Lesen!